Güstrow

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Auf Seitenstraßen nach Güstrow. Jetzt sind Alleen wie diese ein Fotomotiv. 1990 habe ich mich auf meinen Reisen nicht immer über das Rappelpflaster gefreut.

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Im Kunsthaus Güstrow gut eingebunden, Film ist nur ein Teil der Kulturszene.

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Am Anfang verlief die Diskussion nach dem Film in schon vorher erlebten Bahnen. Bis ein Zuschauer voller Emotionen das Wort ergriff, nachdem ich von Schwarmschutz bei den letzten großen Demos in Leipzig sprach. Der Mann berichtete von seinen Ängsten als er feststellen musste dass am 9. Oktober 89 die Nikolaikirche zu einem großen Teil von ihm bekannten Linientreuen so gefüllt war, dass er als regelmäßiger Teilnehmer der Montagsdemos keinen Platz mehr in der Kirche fand. Als er dies mit noch immer vibrierender Stimme beschrieb, entstand eine von mir vorher noch nicht erlebte Diskussion mit dem Publikum. Jetzt beim Aufschreiben kommen auch bei mir Erinnerungen aus den Erzählungen zurück die mir damals Zeitzeugen mit den noch recht frischen Erlebnissen von 89/90 erzählten.

Es waren wohl am Anfang immer nur recht kleine Gruppen, bis dann die Zahl nach Ungarn und der Prager Botschaft besonders in Leipzig von Woche zu Woche rapide anwuchs. Für meinen Film Mitgift waren es die im ganzen Land gut vernetzten Umweltgruppen die mir halfen die DDR mit der Kamera für mich zu entdecken.